UGW XT-Serie Core:
Art.-Nr. 11-0091

MBS Universal Gateway XT-Serie

Core

Unterschiedliche Systeme. Eine gemeinsame Sprache.

Gebäudeautomation besteht selten aus nur einem System. Steuerungen, Sensoren, Managementsysteme und Cloud-Anwendungen verwenden unterschiedliche Kommunikationsprotokolle. Damit ihre Daten gemeinsam genutzt werden können, benötigen sie eine Instanz, die Informationen empfängt, zuordnet und an das jeweilige Zielsystem weitergibt.

Das MBS Universal Gateway XT-Series Core übernimmt diese Aufgabe. Es verbindet softwarebasierte Kommunikationsprotokolle über einen zentralen, neutralen Datenpunkt-Manager. Die Core-Ausführung ist die Referenzkonfiguration der XT-Series ohne zusätzliche integrierte Hardware-Erweiterung.

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Ein Gateway für unterschiedliche Kommunikationsprotokolle

Das XT-Series Universal Gateway Core ist nicht auf ein einzelnes Kommunikationsprotokoll festgelegt. Abhängig von Projektierung und Lizenzierung lassen sich unter anderem folgende IP-basierte Protokolle einsetzen:

  • BACnet/IP

  • Modbus TCP

  • MQTT

  • OPC UA

Weitere gebäudetechnische, industrielle und projektspezifische Protokolle können innerhalb derselben Gateway-Plattform verarbeitet werden. Die Auswahl der benötigten Protokolle erfolgt passend zur jeweiligen Anwendung.

Warum gibt es kein separates BACnet-, Modbus- oder OPC-UA-Gateway?

Bei der MBS Universal Gateway Plattform sind Kommunikationsprotokoll und physische Schnittstelle voneinander getrennt.

Das Protokoll wird softwarebasiert verarbeitet. Die Hardware stellt die erforderliche physische Verbindung zum Netzwerk oder Bussystem bereit. Deshalb entscheidet nicht der Produktname allein darüber, welche Protokolle ein Gateway verarbeiten kann.

BACnet/IP, Modbus TCP, MQTT oder OPC UA können – abhängig von Konfiguration und Lizenzierung – über das Core Gateway genutzt werden. Für Bussysteme, die eine eigene physische Anbindung benötigen, stehen entsprechende Core-Plus-Ausführungen zur Verfügung.


So funktioniert das Universal Gateway

Der zentrale Datenpunkt-Manager bildet die neutrale Vermittlungsebene zwischen den konfigurierten Kommunikationsprotokollen.

Ein Protokolltreiber nimmt die Information aus dem Quellsystem entgegen und übergibt sie an den Datenpunkt-Manager. Dieser ordnet die Information entsprechend der Projektierung einem oder mehreren Zielprotokollen zu. Die beteiligten Systeme müssen dadurch weder dieselbe technische Adressierung noch dasselbe Datenmodell verwenden. MBS GmbH

Das Gateway wird damit zum Dolmetscher zwischen unterschiedlichen Automationssystemen. Es übersetzt nicht lediglich Protokollnamen, sondern stellt die benötigten Informationen strukturiert zwischen den Systemen bereit.


Was bedeutet ein Datenpunkt?

Ein Datenpunkt beschreibt bei einem MBS Universal Gateway die projektierte Weiterleitung einer Information von einem Kommunikationsprotokoll zu einem anderen.

Ein Beispiel: Ein Messwert wird über Modbus TCP ausgelesen und als BACnet-Objekt an die Gebäudeleittechnik übergeben. Diese Weiterleitung wird im MBS Gateway als Datenpunkt gezählt.

Die benötigte Datenpunktkapazität hängt deshalb nicht nur von der Anzahl der angeschlossenen Geräte ab. Entscheidend ist, wie viele Informationen zwischen den Systemen übertragen werden sollen. Die Datenpunktkapazität wird unabhängig von der Hardware ausgewählt und kann über entsprechende Lizenzpositionen festgelegt werden.

Sie kennen die benötigte Datenpunktzahl noch nicht?
Wir prüfen die beteiligten Systeme und unterstützen Sie bei der Ermittlung des passenden Datenpunktumfangs.


Wann ist die Core-Ausführung die richtige Wahl?

Das XT-Series Universal Gateway Core eignet sich für Projekte, in denen softwarebasierte Kommunikationsprotokolle über die grundlegenden Schnittstellen der Plattform miteinander verbunden werden sollen.

Typische Aufgaben sind:

  • Verbindung von Gebäudeautomation und Gebäudeleittechnik

  • Datenaustausch zwischen unterschiedlichen IP-Protokollen

  • Anbindung von Energie- und Gebäudemanagementsystemen

  • Übergabe von Anlagendaten an IT- oder Cloud-Systeme

  • Integration in OEM- und Automationslösungen

Die konkrete Eignung hängt von den benötigten Protokollen, Schnittstellen und Datenpunkten ab.


Wann benötigen Sie eine Core+ Ausführung?

Das Core Gateway enthält keine zusätzliche integrierte Hardware-Erweiterung.

Benötigt ein Projekt eine direkte physische Anbindung an ein weiteres Bussystem, wird eine entsprechend ausgestattete Geräteausführung gewählt. Diese Varianten tragen die benötigte Hardware-Erweiterung unmittelbar im Produktnamen, zum Beispiel:

  • MBS Universal Gateway XT-Series Core + CAN

  • MBS Universal Gateway XT-Series Core + KNX

  • MBS Universal Gateway XT-Series Core + M-Bus

  • MBS Universal Gateway XT-Series Core + PROFINET

  • MBS Universal Gateway XT-Series Core + X-Link

Auch Kombinationen mehrerer integrierter Hardware-Erweiterungen sind vorgesehen.

„Core +“ bezeichnet keine höhere Leistungs- oder Qualitätsklasse. Die Bezeichnung zeigt ausschließlich, welche zusätzliche physische Anbindung in der jeweiligen Geräteausführung integriert ist.

Zur Übersicht der XT-Series Varianten


Technische Grundlage der XT-Series

Die XT-Series führt die bisherige Universal Gateway Plattform technisch weiter. Die Protokolltreiber und ihre Datenpunktlisten bleiben erhalten. Auch kundenspezifische Makros können weiterverwendet werden. Bedienung und einzelne Auto-Scan-Abläufe können sich gegenüber der bisherigen Gerätegeneration unterscheiden.

Das XT-Series Universal Gateway Core verfügt über:

  • eine leistungsfähigere CPU

  • erweiterten Hauptspeicher

  • ein integriertes Secure Element

  • Unterstützung digitaler Zertifikate

  • eine Hardwaregrundlage für einen erweiterten Secure-Boot-Prozess

  • Unterstützung eines verschlüsselten Dateisystems

  • ein vollständig überarbeitetes Webinterface

Das Secure Element stellt geschützte Hardwarefunktionen für den Umgang mit Zertifikaten, den Startprozess und die Verschlüsselung des Dateisystems bereit.


Konfiguration und Inbetriebnahme

Das Webinterface ermöglicht die Konfiguration und Analyse des Gateways. Dazu gehören unter anderem die Parametrierung, die Einstellung von Netzwerkadressen sowie das Anlegen und Verwalten von Datenpunkten.

Eine REST-API ermöglicht es außerdem, Konfigurationen automatisiert aus externen Anwendungen heraus vorzunehmen. Dies ist insbesondere für OEM-Anwendungen und wiederkehrende Gerätekonfigurationen relevant.

Wichtiger Hinweis:
Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr Gateway vor der Inbetriebnahme für die konkrete Anwendung projektiert wurde.

Unterstützung bei der Projektierung anfragen


In drei Schritten zu Ihrem Gateway

  1. Systeme und Schnittstellen festlegen
    Welche Systeme sollen miteinander kommunizieren? Prüfen Sie neben den Protokollen auch, welche physischen Schnittstellen benötigt werden.

  2. Datenpunktkapazität bestimmen
    Ermitteln Sie, wie viele Informationen zwischen den beteiligten Systemen übertragen werden sollen. Wählen Sie anschließend das passende Datenpunktpaket.

  3. Protokolle projektieren
    Legen Sie fest, welche Kommunikationsprotokolle benötigt werden und wie die Daten zwischen ihnen zugeordnet werden sollen.

Ihr Gateway setzt sich damit aus der Geräteausführung, der benötigten Datenpunktkapazität und den projektierten Kommunikationsprotokollen zusammen.


Made in Germany

Die Platinen der XT-Series werden in Europa gefertigt. Die Endmontage erfolgt am MBS-Standort in Krefeld.

MBS entwickelt seine Gateway-Plattform selbst und begleitet Projekte von der Auswahl und Projektierung bis zur Inbetriebnahme und zum langfristigen Support.


Downloads und technische Unterlagen

Datenblatt
Technische Daten, Abmessungen, Schnittstellen und Umgebungsbedingungen.

Schnellstartanleitung
Hinweise zu Montage, Anschluss und erster Inbetriebnahme.

Handbuch
Ausführliche Informationen zu Projektierung, Konfiguration und Bedienung.

Firmware-Updates
Aktuelle Firmware und Hinweise zur Installation.

Ausschreibungstext
Produktbeschreibung für Planung und Ausschreibung.

Zertifikate und Konformität
Nachweise und produktbezogene Erklärungen.

FAQ und Hilfe-Center
Antworten zu Konfiguration, Betrieb und technischen Fragen.


 

Technische Daten*

LEDs
Power: Leuchtet sobald das Gerät an ein geeignete
Spannungsversorgung angeschlossen ist
ST.: Multicolour Status LED

DIP-Schalter
Abschlusswiderstand: 120 Ohm
Bias: Ruhespannung für RS485 Schnittstelle

PWR - Power
VCC IN: 12V bis 24V DC Spannungsversorgung
GND IN: Masseverbindung zur Spannungsversorgung

COM1 | RS485
[+]: nicht invertierte Leitung
[-]: invertierte Leitung
SGND: Signal-Masseverbindung

COM2 | RS232
TX: Sendeleitung
RX: Empfangsleitung
SGND: Signal-Masseverbindung

Schnittstellen LEDs
Blinken blau, wenn das Gerät Daten sendet
Blinken grün, wen das Gerät Daten empfängt

LAN
RJ45: 10/100 MBit Ethernet
LED:
Leuchtet bei vorhandenem Link
Blinkt bei Datenverkehr

USB
Nicht verwendet
5V max. 500mA


Spezifikationen:

Leistungsaufnahme: 2 Watt
Gewicht: 
330 Gramm
Maße:
Höhe: 141 mm, Breite: 30 mm, Tiefe: 99 mm 
(Tiefe: 104 mm inklusive DIN-Hutschienenhalter)
Umgebungstemperatur: 0...45°C
Umgebungsfeuchte: 20...80 Prozent relative Feuchte, nicht kondensierend
Schutzart: IP20
Montage: DIN-Hutschiene TS35 nach EN60715


Was ist ein Universal Gateway?

Ein Universal Gateway verbindet Systeme, die unterschiedliche Kommunikationsprotokolle verwenden. Es nimmt Informationen aus einem Quellsystem entgegen und stellt sie in einer für das Zielsystem nutzbaren Form bereit.

Kann das Core Gateway BACnet/IP, Modbus TCP, MQTT und OPC UA verbinden?
Ja. Diese Protokolle werden softwarebasiert verarbeitet und können abhängig von Projektierung und Lizenzierung innerhalb derselben Gateway-Plattform eingesetzt werden.

Kann ich KNX, DALI2 oder M-Bus direkt an das Core Gateway anschließen?
Für die direkte physische Anbindung dieser Bussysteme ist eine entsprechend ausgestattete Core-Plus-Ausführung erforderlich. Die integrierte Hardware-Erweiterung wird direkt im Produktnamen genannt.

Was bedeutet Core?
Core bezeichnet die Referenzkonfiguration der XT-Series ohne zusätzliche integrierte Hardware-Erweiterung. Die Bezeichnung beschreibt die Hardwareausführung, nicht die verfügbaren softwarebasierten Kommunikationsprotokolle.

Wie viele Datenpunkte benötige ich?
Das hängt davon ab, wie viele Informationen zwischen den beteiligten Systemen übertragen werden sollen. MBS unterstützt Sie bei der Ermittlung der benötigten Datenpunktkapazität.

Können bestehende Konfigurationen der X-Serie weiterverwendet werden?
Die Funktionen der bisherigen Busprotokolltreiber und ihre Datenpunktlisten bleiben erhalten. Kundenspezifische Makros können weiterverwendet werden. Die Bedienung über das neue Webinterface und einzelne Auto-Scan-Abläufe können abweichen. Voraussetzung ist eine passende und verfügbare XT-Geräteausführung.


Sie benötigen ein Gateway für Ihr Projekt?

Sie müssen vor der Anfrage nicht jede technische Einzelheit abschließend geklärt haben. Nennen Sie uns die beteiligten Systeme, die gewünschten Kommunikationsprotokolle und die ungefähr benötigte Anzahl der Informationen. Wir prüfen daraus die geeignete Geräteausführung, die erforderlichen Datenpunkte und die passende Projektierung.

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Telefon: +49 2151 7294-0
E-Mail: vertrieb@mbs-solutions.de  

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*Dieses Produkt ist CE-Zertifiziert